Bildungspolitik ist Schlüsselfrage im nächsten Jahrzehnt
"Bildungspolitik ist die Schlüsselaufgabe für gute Politik in den kommenden Jahren - vielleicht sogar die Schicksalsfrage." Mit einer leidenschaftlichen Rede warb SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier für einen neuen Bildungsaufbruch. Auf einem Bildungskongress der SPD in Kiel machte Steinmeier klar, dass eine politische Kraftanstrengung im Bildungsbereich jetzt erforderlich sei. Sonst drohten Fachkräftemangel und steigende Arbeitslosigkeit.

Frank- Walter Steinmeier
Damit Deutschland die Chancen nutzen kann, die das nächste Jahrzehnt bietet, sei eine Bildungs- offensive wie in den 60er und 70er Jahren erforderlich. Steinmeier: "Dafür braucht Deutschland eine Politik, die mutig Ziele setzt und Wege aufzeigt. Eine Politik, die anpackt und gestaltet. Das ist mein Weg. Unser Weg. Und deshalb ist die SPD die beste Adresse, wenn es um die Zukunft unseres Landes geht."
Die Pflicht, entschlossen zu handeln
"Gute Bildung ist teuer - aber schlechte ist noch teurer", unterstrich der Kanzlerkandidat. Denn wenn jetzt nicht entschlossen in gute Bildung investiert wird, wären die Folgen hohe Arbeitslosigkeit auf der einen Seite und Fachkräftemangel auf der anderen Seite. "Es kostet viel mehr Jobs als wir denken, wenn uns die Facharbeiter ausgehen", warnte Steinmeier. "Investoren werden dann woanders ihre Zelte aufschlagen. In diese Falle dürfen wir nicht laufen. Darum haben wir die Pflicht, entschlossen zu handeln."
Politik, die Familien und Kindern konkret hilft
Handeln wird die SPD - mit klugen Ideen und klaren Konzepten: Mehr Geld für Ganztagsschulen. Mehr Geld für Kita-Plätze. Die individuelle Förderung von Kindern schon im Kindergarten. Mehr Förderlehrer in der Grundschule, hochwertige Betreuung in Ganztagsschulen, gezielte Förderung hin zum Schulabschluss. Die Wiedereinführung des Schüler-BaföGs. Gebührenfreiheit vom Kindergarten bis zur Universität. Und die Abschaffung des Kooperationsverbots, um eine bessere Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Gemeinden in Bildungsfragen zu ermöglichen. "Das ist Politik, die Familien und vor allem Kindern konkret hilft", rief Steinmeier.
"Wir werden gebraucht"
"Wir sind gut vorbereitet auf das nächste Jahrzehnt", fasste der Kanzlerkandidat die Bildungspläne der SPD zusammen. "Wir haben ehrgeizige Ziele und konkrete Lösungen, in der Bildungspolitik und darüber hinaus. Darum braucht Deutschland starke Sozialdemokraten. Wir stehen für eine andere Gesellschaft, zukunftsfähig und modern. Wir wollen gleiche Bildungschancen für alle. Darum werden wir gebraucht, mehr denn je."
Schwarz-Gelb: Politische Geisterfahrt auf Kosten unserer Kinder
Was nicht gebraucht werde, erklärte Steinmeier, sei das "Prinzip Merkel". Werde auf die "wolkigen Worte" gesetzt, die von der Spitzenkandidatin von schwarz-gelb bisher zu hören waren, dann würden "schon in wenigen Jahren Hunderttausende Akademiker und Facharbeiter fehlen". Frühe Auslese, Studiengebühren, und massive Steuersenkungen. Dafür steht Schwarz-Gelb. "Eine politische Geisterfahrt auf Kosten unserer Kinder und unserer Zukunft", warnte der Kanzlerkandidat der SPD. "Und deswegen haben wir nur eine Wahl: Jetzt mehr in Bildung investieren, mit aller Kraft."



















